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Gestern für einen Abend getestet (Danke an Alex B. fürs ausleihen) um einfach mal zu sehen wie es so ist: Das NIA von OCZ . NIA steht für Neural Impulse Actuator was soviel bedeutet wie Nerven Impuls Antrieb. Damit ist es möglich Spiele durch Hirnwellen und Nerven Impulse des Kopfes zu steuern.

Inhalt
Zu Beginn erstmal der Inhalt des Pakets. In dem NIA Karton befindet sich neben dem NIA Stirnband auch ein kleines schwarzes Kästchen, etwa größer als eine Zigarettenschachtel, dies ist das eigentliche NIA was die Daten des Stirnbandes auswertet. Dazu kommt noch ein USB-A auf USB-B Kabel, welches den PC mit der NIA Box verbindet, eine kleine Anleitung und die CD mit Treiber und Konfigurationsprogramm.
Zum Stirnband: Es sieht nicht sonderlich spektakulär aus, ein Hartgummi-Band mit 3 Rautenförmigen Sensoren die man sich auf die Stirn packt. Die Sensoren sind aber ebenfalls gummiert und flexibel. An der linken Seite geht schließlich das Kabel heraus, welches man an die Box anschließt.
Kabellängen sind mehr als ausreichend bemessen. Das USB Kabel ist ca. 1 – 1,5m lang, lang genug um das NIA auf dem Tisch zu platzieren und das Kabel zum Stirnband ist bestimmt nochmal so lang.
Die NIA Box macht spontan auch einen sehr soliden Eindruck, stabiles Metallgehäuse, gummierte Standfüße damit es nicht rutscht und der Boden leuchtet durch 2 bl aue LEDs im inneren auch etwas und zeigt das das NIA funktionsbereit ist.

Installation
Die Installation gestaltet sich recht einfach: Stirnband an die Box anschließen, Box per USB an den Rechner, mitgelieferte CD hinein und Treiber installieren. Mit dem Treiber kommt auch das NIA Konfigurationsprogramm, dies ist leider nur in Englisch verfügbar, was es selbst für mich etwas schwer gemacht hat alles zu verstehen, als Deutscher mit Schulenglisch hat man da doch ein paar kleinere Probleme.
Einige Abschnitte des Tutorials werden mit kleinen Animationsvideos unterstützt, die zeugen aber nicht so von OCZs Qualität. Das es eine virtuelle Dame ist ist ja an sich nicht schlimm, nur dass sie auch eine computergenerierte Stimme hat vom Typ Text2Speech macht das ganze doch etwas schwerer zu verstehen. Jeder der mit derartigen Text2Speech Programmen auf dem Computer gearbeitet hat, sei es unter Windows oder unter Mac OS und Linux wahrscheinlich auch weiss, dass das alles nicht so ganz rund ist und teilweise auch etwas abgehackt wirkt, scheinbar haben die Entwickler von OCZ hier etwas an der Qualität gespart. Abgesehen davon sind es eh nur 3 Videos, einmal wie man den Tutorial Bereich zu bedienen hat, bzw um was es sich dabei handelt, wie setzt man sich das Stirnband richtig auf und wie baut man sich eine Steuerung für ein Spiel selbst (aber in der aller einfachsten Variante).
Auch das Konfigurationsprogramm macht Design technisch nicht sehr viel her, aber es erfüllt seinen Zweck.
Nachdem man sich nun das Stirnband umgebunden hat musste es noch kalibriert werden. Hier stellten sich bei mir die ersten Probleme auf: Die Anzeige sollte unterhalb einer grünen Linie laufen, bei mir lief sie aber mit vollem Ausschlag, egal was ich gemacht habe. Darauf hin habe ich geschaut, dass die Verbindung zur Box in Ordnung ist, habe die 3 Sensoren mal gereinigt, doch das half alles nichts. Was half war es die Box in die Hand zu nehmen, doch sobald ich sie wieder auf den Tisch platzierte ging alles wieder auf Maximum. Auf der OCZ Seite fand ich ein Video die genau diese Problematik beschrieb. Als Lösungsvorschlag wurde angeboten alle Ladegeräte aus der Nähe zu entfernen. Das half aber bei mir alles nichts, weil wie manche sicher wissen haben wir dank meines Vaters riesige Antennen auf dem Dach, die scheinbar genug Störungen verursacht haben. Mir blieb also nichts anderes übrig als die Box die ganze Zeit mit einer Hand festzuhalten. Solange ich die Box in der Hand hielt hatte ich brauchbare Ergebnisse und konnte alles kalibrieren.
Darauf konnte ich direkt mit dem “Practice” etwas üben, doch hier zeigten sich Differenzen zum Handbuch: Im Handbuch gab es 3 Trainingsmöglichkeiten, ich hatte aber nur eine und zwar Pong. Mit Pong übte man die vertikale Bewegung, welche in den Spielprofilen für das Vor- und Zurück-Laufen bzw -Fahren zuständig war.
Mit diesen Dingen war die Installation an sich auch abgeschlossen.

Praxis-Test
Zuvor mit Pong geübt wie ich mich später vor und zurück bewegen kann dachte ich mir ich stürze mich mal direkt ins Vergnügen: W.A.S.D.-Profil ausgewählt, ein Standard-Profil für Ego-Shooter (Es gibt auch fertige Profile für Unreal Tournament 3, Quake Wars, Racing Spiele etc.), Sensibilität der Sensorik angepasst bis ich dachte das alles passt und dann ab ins Gefecht. Getestet habe ich mit Call of Duty 4. Also eigenen Server aufgesetzt um nur die Steuerung erstmal zu testen und los gings: Eine Hand auf dem Schoß, die NIA Box in der Hand, die Andere Hand an der Maus zum Umschauen. Das Schießen hatte ich sehr schnell raus auch das vorwärts und rückwärts laufen hatte ich dank des Trainings gut raus, nur nicht das Bewegen nach Links und Rechts. Dafür wurde “Glance” benutzt, was soviel wie “Blick” bedeutet. Also nach links geschaut an den Bildschirm Rand, meine Figur bewegt sich nach links, nach rechts geschaut, meine Figur steht… irgendwie klappte das nach rechts laufen nicht, egal wie ich mich angestrengt habe. Nachdem ich etwas wild durch die Gegend gelaufen bin hat sich auch hin und wieder ungewollt mein Magazin entleert, da die Befehle für Vorwärts laufen und Schießen sich sehr ähnelten. Man musste dazu die Stirnmuskeln etwas anspannten, also quasi als wenn man böse gucken möchte und erstaunt, beide Wege erfüllten den selben Effekt.
Damit war dann auch der erste Praxis-Test abgeschlossen, bis auf die Tatsache, dass ich nicht richtig nach Rechts gehen konnte war dieser aber doch schon recht erfolgreich.

Eigene Profile
Das Konfigurationsprogramm bietet es auch an eigene Spiele-Profile zu erstellen, also dachte ich mir ich probier mal Trackmania Nations Forever aus und in der Konfiguration vielen mit nun die 3 Alpha und die 3 Beta Eingabemöglichkeiten auf. Das NIA reagiert scheinbar auch auf Alpha – und Beta-Wellen des Gehirns. Da dachte ich mir mal, dass ich durch reine Gedankenkraft mein Fahrzeug vorwärts bewegen könnte. Zum lenken habe ich am Anfang den Blick genommen, aber ihr wisst ja, rechts war da etwas schwer ;). Also habe ich mir einfach mal die vertikale Bewegung dafür genommen (anspannen der Stirnmuskeln). Alles eingestellt und ab auf die Rennpiste. Doch irgendwie habe ich das mit den Wellen noch nicht richtig raus gehabt, vor allem wenn man nicht weiss, wie man diese Wellten gezielt produzieren kann ist das verdammt schwer, ich musste mich schon recht anstrengen um Gas geben zu können.

Feeling
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man beide Hände auf dem Schoß hat, die Füße hochgelegt hat und vollkommen relaxt vor diesem Spiel sitzt, aber weiss das man es trotzdem selber steuert.
Ich hatte jetzt nur ca. 4-5 Stunden Zeit alles zu testen und deswegen war auch die Steuerung noch nicht sehr gezielt. Nach Erfahrungen anderer mit diesem coolen Gadget kommt das aber alles mit der Zeit.

Fazit
Es ist ein verdammt innovatives Gadget, leider kann man kann man keine Maus-Bewegung konfigurieren, kommt hoffentlich durch ein Treiber-Update oder in der nächsten Generation. Woran OCZ auch immens feilen muss ist an der Isolierung des ganzen. Das die Funktionalität so leicht gestört werden kann darf nicht sein. Meines Erachtens nach würde dieses Gadget auf einer LAN Party garnicht richtig funktionieren, da es dort einfach viel zu viele Netzteile, Mehrfach-Stecker, Ladegeräte etc. in direkter Umgebung gibt. Also mehr was für den heimischen Gamer, der keine Antenne auf dem Dach hat und keinerlei Ladegeräte in näherer Umgebung zum NIA.
Auch das Stirnband müsste eine etwas bessere Qualität bekommen, da das Kabel was an der linken Seite heraus kommt die Gummi Isolierung etwas aufspaltet und ich denke das es mit der Zeit bis zu den Sensoren auf geht.
Ansonsten würde ich das NIA aber nicht dazu benutzen um z.B. auf die Tastatur zu verzichten. Da eine Maus Steuerung fehlt und lediglich Links und Rechtsklicks funktionieren, muss man immer noch mit der Maus zielen, doch was bring die schnelle Reaktion zum schießen, wenn man das Ziel noch nicht einmal anvisiert hat? Das Laufen ist zu beginn etwas schwammig, aber vielleicht kann man dies ja mit der Zeit auch gezielt kontrollieren, dann kann man zumindest das laufen damit übernehmen, doch heutige Spiele benötigen einfach viel mehr Tasten als man mit dem NIA abdecken kann. Linke Maustaste, Leertaste, W, A, S und D damit zu steuern reicht einfach nichtmehr aus.
OCZ hat noch einiges zu optimieren, aber sie gehen einen guten Weg. Zur Zeit wäre es mir die 120€ aber noch nicht wert, da es sich als Ersatz für Maus oder Tastatur noch nicht durchsetzen kann (ausser vielleicht bei Unreal Tournament, Quake 3 oder Trackmania, die nicht ganz so viele Tasten benötigen wie z.B. ein Call of Duty 4). Am meisten wünsche ich mir die Maus damit bewegen zu können, dann würde ich mir einen Kauf vielleicht noch überlegen.
In diesem Sinne: Blicke können eben doch töten (wenn man genug übt und dann auch nur virutell)

30. September 2008 Testberichte

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Got it!!!

Das Album ist einfach chillig, es ist kein SeeeD Sound, aber doch irgendwie etwas besonderes. Man muss es sich einfach gehört haben.
Werde demnächst auch Karten fürs Konzert bestellen, aber ich weiss noch nicht ob Osnabrück oder Köln…

26. September 2008 Musik