[gamescom] Rage

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Mit Spielen wie Doom, Quake und in frühen Zeiten Commander Keen, hat id Software sich einen Namen gemacht und mit Rage starten sie dieses Jahr eine neue Marke.
Ihr taucht ein in eine post-apokalyptische Welt und trefft dabei auf überlebende eines Asteroiden-Einschlags und natürlich auf Mutanten.
Auf der gamescom 2011 durfte man es vorab anspielen. Wie ist die Grafik und wie spielt es sich? Das erfahrt ihr hier in diesem Beitrag.

Grafik

Rage soll vor allem das Vorzeigebeispiel für die neue Game-Engine id Tech 5 werden. Und grafisch macht das Spiel einen sehr guten Eindruck. Ich habe die Xbox 360 Version gespielt und war zum Teil erstaunt über die doch sehr gut aufgelösten Texturen an den Felsen und den Gebäuden.
Hin und wieder sieht man wie Texturen geladen werden, aber innerhalb von ein paar Sekunden werden dann aus den matschigen Texturen detaillierte Felsen. Das kann man durchaus verkraften, denn zu Lags entstanden durch das nachladen nicht und nichts ist nerviger als wenn mitten im Gefecht die Bewegung kurz stoppt.

Gameplay

Bei diesem Punkt wurde ich enttäuscht. Auch wenn das Setting super ist und ich mich auf dem iPhone schon mit dem Rage “Minigame” angefreundet habe, muss ich sagen, dass es mich nicht überzeugt hat.
Auf der gamescom bekam man die Möglichkeit den Anfang von Rage zu spielen. Ich habe relativ kurz nach den ersten Begegnung mit Gegnern aufgegeben und habe den Spielbereich enttäuscht verlassen. Es war nicht, dass es zu schwer war, es gab einfach eine Sache, die mich sehr an einem Shooter extrem nervt und ich weiss nicht ob es mir in einem anderen Spiel dieses Genres schon einmal vorgekommen ist.
Um das Problem direkt anzusprechen: Mir ging nach ein paar Gegnern ständig die Munition aus. Es ist mir klar, dass es nicht unendlich Munition gibt, aber die Art und Weise an Munition zu kommen war das, was mich sehr genervt hat.
Zum einen muss man die umherliegende Munition anschauen und zum aufheben eine Taste drücken. Ein einfaches “An der Kante des Tisches vorbeilaufen” reichte nicht aus.
Das war aber noch nicht alles, die Munition die man so auf dem Weg fand reichte auch nicht aus. Man musste jeden erschossenen Gegner untersuchen. Meist fand man nur Geld, der ein oder andere hatte aber ein paar Kugeln dabei.
Und allein das ist mir für einen Shooter schon zu viel. Dazu kommt dann noch, dass der Faustangriff recht unwirksam wirkte und man mit ihm schnell am Boden lag.

Die Steuerung selbst war aber vollkommen in Ordnung. Auch die Steuerung von Fahrzeugen wirkte auf einer kurzen Tour mit dem Quad am Anfang des Spiels sehr solide, was bei Shootern oft nicht der Fall ist.
In Rage ist die Fahrzeugsteuerung jedoch sehr wichtig, da man im Spielverlauf öfter zu Rennen antreten muss.
Zu einem dieser Rennen bin ich aber erst gar nicht gekommen. Von den Trailern her wirkte es etwas wie Motorstorm.
Die Standardbelegung der Tasten auf der Xbox entspricht aber nicht der, anderer Konsolen Shootern wie Call of Duty oder Battlefield, aber dies wird sich (hoffentlich) umstellen lassen.

Fazit

Das Spiel sieht gut aus und spielt sich bis auf die oben angesprochene Geschichte auch sehr gut.
Ich hoffe, dass es noch etwas Feintuning bei der Steuerung gibt, für mich hat sich das Spiel aber erstmal erledigt, da man nicht einfach die Gegner ummähen konnte, wie man es eigentlich von id-Software Spielen gewohnt ist.
Ich weiss nicht ob es mit den Marken Doom und Quake mithalten kann, es ist einfach ein komplett anderer Shooter. Freue mich nun erstmal auf Doom 4 und lasse Rage an mir vorbei ziehen.

Rage erscheint am 7. Oktober 2011.
Ihr könnt es euch für Xbox 360, PS3 oder PC vorbestellen

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26. August 2011 Games, gamescom, Xbox