Pebble Smartwatch im Test

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IMG_4200Fast ein Jahr ist es her, als Pebble Technology bei Kickstarter um Investments gebeten hat um ihre Pebble Smartwatch zu realisieren. Mit einem Gesamtinvestment von über 10 Millionen US-Dollar führt dieses Kickstarter Projekt immer noch die Liste der “Most Funded” an.
Meine Pebble habe ich nun seit einem Monat im Einsatz und möchte euch einen kleinen Einblick in den Liefer- und Funktionsumfang geben.

In dem Paket befindet sich nichts ausser der Pebble und einem USB Kabel zum aufladen. Das USB-Kabel hält ähnlich wie der MagSafe Stecker am Macbook mit 2 kleinen Magneten an der Pebble. Diese Magnete könnten meiner Meinung nach aber etwas stärker sein, da das Kabel doch sehr leicht von der Uhr abfallen kann.

Die Pebble muss man nur einschalten und schon wird man aufgefordert sein Smartphone damit zu verbinden. Da keine Anleitung dabei liegt, muss man sich mit der (englischen) Online-Dokumentation zufrieden geben.
Ich habe die Uhr mit meinem iPhone 5 eingerichtet. Die Pebble App (iOS / Android) brauch man eigentlich nur um neue Watchfaces und Apps zu installieren, sowie Caller-IDs zu übertragen. Diese dienen dazu, den Names des Anrufers / SMS-Sender auf der Pebble anzuzeigen und nicht nur die Telefonnummer.

iMessage

Unter iOS werden leider nicht so viele Nachrichten übertragen. Bisher nur SMS / iMessage und Anrufe. Das liegt aber nicht an der Pebble, sondern an iOS selbst. Ich hoffe das Apple da nachbessert, denn mit einem Jailbreak lassen sich alle Push Nachrichten auf der Smartwatch anzeigen.
Bei einer Nachricht vibriert die Uhr kurz aber heftig. Die ersten Male habe ich mich richtig erschrocken. Die Vibration lässt sich ausschalten, aber dann läuft man Gefahr Nachrichten zu übersehen, da sie nach etwa drei Minuten wieder vom Display verschwinden.

Auch unter direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das E-Paper Display super lesen. Hier reflektiert höchstens das Gehäuse das Sonnenlicht.
Der verbaute Akku hält bei mir locker eine Woche. Der Akku des iPhone wird etwas mehr beansprucht, in meinem Fall so 10%, was schon recht viel ist. Je nachdem wie viele Nachrichten gepusht werden, können beide Akku Laufzeiten natürlich kürzer ausfallen.

Die Tasten sind sehr solide verbaut und wackeln nicht. Ein Zurück Button links und 3 Buttons an der rechten Seite: Hoch, Select, Runter.

Pebble Musik App

Watchfaces und Apps gibt es mittlerweile verdammt viele. Die beste Anlaufstelle dafür ist die Seite My Pebble Faces. Hier stellen Entwickler ihre Watchfaces vor und auf dem Smartphone lassen sich von dort die Apps direkt installieren.
Am meisten nutze ich die eingebaute Musik-App um unterwegs im Auto meine Musik umzuschalten ohne am iPhone herumfummeln zu müssen (safety first).
Seit kurzen bietet auch Runkeeper (iOS / Android) Unterstützung für die Smartwatch. Auf der Pebble lässt sich dann Dauer des Laufes und Pace (leider nur in Meilen pro Minute) ablesen. Auch eine Pause lässt sich über die Knöpfe an der Seite einlegen. So muss man nicht das iPhone aus der Tasche fummeln.
Eine neue Version des SDK für diese 2-Wege Kommunikation mit anderen Apps auf dem Smartphone soll in den kommenden Tagen erscheinen.

Shopping

Aktuell werden noch die restlichen Bestellungen der Kickstarter Investoren abgearbeitet. Man kann aber für 150$ auf getpebble.com seine eigene Pebble vorbestellen. Dazu muss man mit Zollgebühren rechnen.
Aktuell scheint es aber noch immer das Risiko zu geben, das der Zoll die Pebble einbehält und man sie zurück schicken muss.
Deshalb ist aktuell Vorsicht geboten. Man bekommt in diesen Fällen zwar sein Geld von Pebble zurück, muss sich da aber selbst den Kontakt über den Support suchen.

Fazit

gut(-)
So richtig überzeugen kann mich die Pebble noch nicht, das liegt aber hauptsächlich daran, dass vom iPhone noch alle Nachrichten übertragen werden. Dafür kann die Uhr aber nichts. Mit einem Android Tablet oder Smartphone sieht das anders aus.
Der Speicher könnte etwas größer sein, es lassen sich nur etwa 8 Apps und Watchfaces installieren.
Dennoch spiele ich gerne Space Invaders und einige Game & Watch Clones auf meiner Pebble. Und ich bin gespannt welche Apps von Sich aus in Zukunft noch ein Pebble Integration bringen werden.

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12. Mai 2013 Allgemeines, Gadgets