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Meiner Meinung nach der größte Punkt auf der gamescom 2010 waren die interaktiven Steuerungsmethoden Kinect von Microsoft und PlayStation Move von Sony.
Natürlich habe ich beide Dinge am vergangenen Mittwoch auf der gamescom angetestet.

Für Kinect hielt das Spiel Harry Potter und der Halbblutprinz her und bei der PS3 war es Heavy Rain in der Move Edition.

Kinect

Ganz ohne Controller in der Hand steht man hier vor dem Bildschirm, na ob das so gut funktioniert?
Leider waren die Kabinen bei Kinect selbst am Pressetag sehr voll, aber man konnte hier und dort einen Blick erhaschen und schauen wie die Figuren reagieren.
Bei Dance Central hat man deutlich erkannt, dass das Spiel lediglich Gesten erkennt und die Figur im Spiel nur vortanzt.
Allerdings sah man bei Kinect Adventures schon einen Unterschied dazu. Hier wurden die Bewegungen 1 zu 1  umgesetzt.

Ich selbst habe mich an dem neuen Harry Potter Spiel probiert und vor dem eigentlichen Spiel muss man erstmal von der Kinect Einheit erkannt werden.
Man sieht sich selbst als Skelett auf dem Bildschirm und kurz in die Kamera gewunken war man auch schon erkannt. Leider war das Skelett in diesem Spiel die einzige 1 zu 1 Reaktion, die aber ohne spürbare Verzögerung von statten ging.
Das Spiel selber war dann wieder sehr auf Gesten ausgelegt, was aber sehr gut funktioniert hat, man darf nur nicht zu nah vor der Kamera stehen 2 1/2 m sollten es auf jeden Fall mindestens sein, damit die Kamera einen auch möglichst komplett erfassen kann.

Move

Move… Sonys Antwort auf interaktive Steuerung. Nun ja, hier hat man 1 bis 2 kabellose Controller in der Hand. Entweder 1 Motion-Controller (der mit der leuchtenden Kugel) oder 1 Motion-Controller + 1 Navigation-Controller (wie der Nunchuck bei der Wii, nur ohne Kabel) oder 2 Motion-Controller. Dies hängt immer von dem jeweiligen Spiel ab.
Bei Heavy Rain in der Move Edition brauchte man je einen Motion- und einen Navigation-Controller. Das ganze war zwar recht nett gemacht, allerdings fühlte ich mich wie bei der Wii, nur das die Grafik besser war.
Es gab Szenen im Spiel, bei denen man Geld aus seiner Tasche holen musste oder seinen Körper nach einem Objekt abtasten musste und das fühlte sich einfach nicht intuitiv an. Ich glaube das wäre mit Kinect um einiges schöner gelöst gewesen.

Preisvergleich

Ein kleiner Preisvergleich der beiden Lösungen, jeweils für 2 Mitspieler

Kinect

Xbox 360 (Slim 250GB): 245€ (Amazon)
Kinect: 150€ (Amazon)

395€

Move

PlayStation 3 (Slim 120GB): 300€ (Amazon)
PlayStation Move-Starter-Paket (Eye-Kamera + 1 Motion-Controller): 57€ (Amazon)
1 Motion-Controller für Spieler 2: 40€ (Amazon)

Minimum: 397€

2 Navigation-Controller: je 30€ (Amazon)
2 zusätzliche Motion Controller: je  40€ (Amazon)

Maximum: 537€

Testsieger

Mal nicht auf den Preis geachtet fand ich Kinect wesentlich angenehmer von der ganzen Bedienung her. Wie am Beispiel Heavy Rain beschrieben waren die Bewegungen bei diesem Spiel einfach nicht intuitiv genug und es fühlt sich einfach wie eine schlechte Kopie der Wii Steuerung an.
Dazu kommt, dass bei Kinect auch noch die Sprachsteuerung dazu kommt, die auch von den Spielen genutzt werden kann.
Also kurz und schmerzlos:

Kinect

22. August 2010 Games, gamescom, Playstation, Xbox

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EyePet Logo

EyePet ist wohl mit eines der innovativsten der letzten Jahre. Zusammen mit jemandem von SONY konnte man sich vor einen großen, weißen Tisch setzen und das Spiel antesten.

Das EyePet

Das EyePet

Einziges Material: Playstation 3, Kamera und eine Zauberkarte die bei dem Spiel beiliegt. Für manche Challenges benötigte man noch einen normalen Controller.
EyePet ist wie ein hoch modernes Tamagotchi welches aber auf dem eigenen Wohnzimmertisch sitzt und mit dem man interagieren kann. Wenn man auf den Tisch geklopft hat wurde es neugierig und sprang zur Hand hin. Warf man einen Gegenstand nach ihm (einen Ball), so wich das putzige kleine Tierchen diesem Gegenstand aus.
Allerdings muss man sich auch etwas um die Gesundheit seines digitalen Haustieren kümmern. Wenn man gesehen hat, dass es ihm nicht gut ging, konnte man sich die Zauberkarte schnappen und sie in ein Röntgengerät verwandeln um zu sehen ob es Hunger hat, etwas Zuneigung benötigt, oder ob es einfach wieder an der Zeit ist mit ihm zu spielen. Auch waschen war angesagt, damit das Fell wieder glänzte, also die Zauberkarte in eine Shampoo Flasche verwandelt, unser EyePet damit eingeseift, mit den eigenen Händen alles schaumig gerieben und die Zauberkarte in einen Duschkopf verwandelt um es abzuwaschen. Zum Schluss trocken föhnen und fertig.
Die ganze Bedienung mit der Zauberkarte ist einzigartig und gehört in den Bereich der Augmented Reality und man macht alles interaktiv selber, man muss mit der Zauberkarte die Bewegungen machen, die man mit dem jeweiligen Objekt im Spiel machen möchte.
Das Styling des EyePets ist jedem selber überlassen, man kann jederzeit Haarschnitt, Haar Form (Rastas, glatt, lockig etc.) und Farbe des Fells ändern. Beim Färben konnte man auch selber Muster in das Fell zeichnen und aufwendige Muster erzeugen.

EyePet

EyePet

Challenges

Ein im Trailer gesehenes Feature konnte nicht ungetestet bleiben: Der Spieler malt ein Fahrzeug auf ein Blatt Papier, hält es in die Kamera und das EyePet zeichnet es nach und fährt schließlich damit über den Wohnzimmertisch. Also direkt selber ausprobiert. Dieser Modus mit dem Zeichnen gehört zu den Challenges und sind mehr oder weniger Minispiele. Es gibt verschiedene Arten, Auto, Flugzeug, Puppe und so weiter. Ich nahm die Auto Challenge.
Also ein eigenes Auto gemalt, schön sportlich und mit Heckspoiler etc… Das fertige Bild in die Kamera gehalten und schon begann mein EyePet an es zu zeichnen. Der nette Herr von SONY hat mir erklärt, dass es von Anfang an nicht so gut im zeichnen ist und man es ihm durch ständiges Spielen von diesen Challenges beibringen muss.
Bevor das Auto auf dem Tisch erschien wird noch eines von vielen Materialien ausgewählt und schon erscheint es. Das EyePet setzt sich darauf und man kann mit ihm herum fahren. Die ganzen Materialien und Kleidungsstücke werden im Laufe des Spielverlaufes freigeschaltet durch eben diese ganzen Challenges und andere Minispiele.

Multiplayer

Einen Multiplayer gibt es noch nicht in EyePet. Mir wurde aber erklärt, dass es im Playstation Network Zusätze zu kaufen geben wird. Sie wollen auf jeden Fall in Zukunft eine Funktion integrieren, die es ermöglicht EyePets miteinander Spielen zu lassen. Der Haupt-Fokus im ersten Teil lag erst einmal darin alles mit einem EyePet hinzubekommen. Ich persönlich vermute, dass kein Multiplayer nachgerüstet wird, sondern diese Funktion erst in EyePet 2 erscheint (Es ist noch kein EyePet 2 angekündigt, ich vermute aber mal, dass es einen Nachfolger geben wird).

Noch ein kleines Video um alles zu veranschaulichen:

27. August 2009 Games, gamescom, Playstation