flattr this!

Wer schonmal mit einem Stylus auf dem iPad etwas schreiben oder zeichnen wollte, hat schnell gemerkt dass das mit dem Touchscreen nicht ganz so genau ist wie man es vielleicht erwartet.

Genau diesem Problem nimmt sich der iPen von Cregle an. Mit Hilfe eines Sensors, der am Dockanschluss des iPad angesteckt wird soll der iPen ein viel genaueres Ergebnis liefern, als wenn man auf echtem Papier schreibt.
Ins Leben gerufen wurde der iPen als Kickstarter Projekt. Über 1500 “Bäcker” haben in den iPen investiert, damit das Projekt zustande kommt.
Ich fand das Projekt sehr interessant und habe mir auch einen iPen organisiert.
Mittlerweile ist er auch eingetroffen und wurde natürlich direkt unter die Lupe genommen.

Aus der Verpackung heraus strahlt einem schon der Stift und der Adapter entgegen.
Mitgeliefert wird der iPen mit Adapter, 4 Knopfzellen, 2 Ersatzminen (eine weitere befindet sich bereits im iPen), einem Werkzeug um die Minen zu wechseln und einem kleinen Transporttäschchen.

Zwei der Knopfzellen kommen in den iPen, dazu schraubt man einfach am hinteren Ende eine kleine Kappe ab. Das einlegen der Batterien ist kein Problem und ging ohne große Fummelei von statten.
Ein Satz Knopfzellen (also 2 Stück) sollen laut Hersteller für 100 Stunden kontinuierliches schreiben ausreichen.
Was man auf jeden Fall noch machen sollte: Kontrolliert, ob die Mine die sich bereits im iPen befindet komplett eingesteckt ist. Bei mir war sie nicht komplett drin. Es sollte nur eine kleine schwarze Spitze vorne heraus schauen. Bei mir funktionierte der iPen mit falsch eingesteckter Mine nicht korrekt.

Sobald der Adapter an den Dock Anschluss des iPad gesteckt wird, wird man darauf hingewiesen eine passende App aus dem App Store herunter zu laden. Hier gibt es zum aktuellen Zeitpunkt allerdings nur eine Hand voll Apps zu denen unter anderem Ghostwriter Notes und GoodNotes zählen. Weitere Apps sollen in Kürze folgen. Eine aktuelle Liste gibt es bei Cregle auf der iPen Website.

iPen in der Praxis

Bei Ghostwriter Notes läuft zum aktuellen Zeitpunkt nicht ideal, es entsteht nach kurzer Zeit eine deutlich spürbare Verzögerung, dies liegt aber an der App an sich. Das ganze klappt mit GoodNotes schon eine ganze Ecke besser.
Der iPen wird in jeder App einzeln kalibriert indem er auf ein paar Punkte auf dem Bildschirm gedrückt wird.
Das Schreiben und Zeichnen funktioniert verdammt gut und ich war von Anfang an sehr begeistert. Es ist noch immer nicht das gleiche wie mit einem Stift auf dem Papier, aber das liegt hauptsächlich daran, dass das iPad so glatt ist. Dennoch lässt sich damit sehr gut schreiben und wer vorher mal einen Stylus getestet hat wird auch merken, dass der iPen eine ganze Ecke genauer ist. Gerade wenn man kleine Zeichenspitzen in den entsprechenden Apps auswählt um etwas zu schreiben merkt man es deutlich. Mit dem iPen kann man sogar recht klein schreiben, was ich bisher mit einem Stylus nicht hinbekommen habe.
Leider ist der iPen nicht drucksensitiv. Dieses Feature ist allerdings bereits für den iPen 2 eingeplant.

Auf Grund der Gewohnheit möchte man mit dem iPen auch normal “touchen” und mal eine aufploppende Meldung wegdrücken. Das funktioniert allerdings nicht! Der iPen funktioniert wirklich nur in den Apps, die ihn unterstützen und dort auch nur auf der Zeichenfläche.

iPen kaufen

Zu kaufen gibt es den iPen direkt bei Cregle im Store für 89$ + 12$ Versand, also umgerechnet insgesamt ~77€.
Bezahlen kann man ganz einfach mit PayPal.
Die Lieferung hat bei mir vom Tag der Versandbestätigung, bis zum Erhalten des Päckchens eine Arbeitswoche gedauert (Montags mit FedEx versendet, Freitags war es da).

Fazit

Man darf nicht davon ausgehen, dass der iPen mit jeder App funktioniert. Die Apps müssen extra für den iPen angepasst werden. Leider ist das Angebot dafür im Moment recht mager. Doch der Ausblick lässt auf bessere / mehr  Apps hoffen.
Ich bin ziemlich zufrieden mit dem iPen und könnte mich dazu bringen, meine Notizen in Zukunft damit auf dem iPad zu verfassen, da ich oft einfach lieber mit der Hand etwas notiere oder zeichne, als es irgendwo digital mit der Tastatur festzuhalten.

 

23. März 2012 Testberichte

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Gestern war es endlich so weit: Es lag ein kleines Packet auf den Küchentisch, ich wusste: Meine Magic Mouse ist da!
Also erstmal ausgepackt und da lag sie zwischen 2 Schaumgummi Polstern. Kein Karton mehr drum herum, verpackt wie die iPods in einem durchsichtigen Case.

Die Maus dann nach der Mittagspause mit zur Arbeit genommen um sie direkt zu testen. Firmware Update installiert, Neustart und Go!
Nach über 24h des Testens kann  ich jetzt schon ein Fazit ziehen:

Magic Mouse vs. iPhone 3GS

Magic Mouse vs. iPhone 3GS

Sie ist ungewohnt flach (hatte vorher nur Logitech Mäuse) aber daran gewöhnt man sich schnell.
Sie hat auch noch das obligatorische Klicken, wäre auch sinnlos, wenn die Maus bei jeder Berührung auf der Oberfläche einen Mausklick ausführen würde. Also wie gewohnt die Linke Maustaste drücken, wie man es auch von der Mighty Mouse (jetzt einfach nur Apple Mouse) her kannte.
Das Scrolling funktioniert ohne Klick und kann auf der gesamten Mausoberfläche ausgeführt werden und dabei dürfen sogar noch andere Finger auf der Oberfläche liegen.
Was mir am Scrolling gefällt, ist das es nachläuft wie beim iPhone in den Listen. Dies kann man aber auch ausstellen, wenn man ein präzises Scrolling möchte.
Die Gesten für Seite vor und Zurück funktionieren wunderbar und vereinfachen einem das Surfen im Netzt und das durchblättern von Fotos etwas.

Insgesamt muss man sich aber nicht groß umgewöhnen und das ist wunderbar, das einzige wo man dran denken muss ist, dass sie diese Gesten unterstützt (zwar im Moment nur eine wirklich neue, aber mal sehen, jitouch soll zukünftig mehr bringen).

Gaming tauglich?

Ist die Maus Gaming tauglich? Nun ja, ich habe die Maus mit Quake Live getestet und es ging überraschend gut.
Nur stört hier beim Waffenwechsel der Nachlauf des Scrollings und den sollte man beim zocken vielleicht ausschalten.
Zudem hätte ich mir noch mehr Tasten gewünscht, die (ehemals) Mighty Mouse hatte noch links und rechts an der Seite zwei Flächen, wenn man diese zusammengedrückt hat, war es ein weiterer Tastendruck. So hat man fürs zocken nur Linksklick, Rechtsklick und Scrollrad.
Also zum Gaming nicht wirklich zu empfehlen, ist aber auch mehr eine Business-/Office-Maus

Impressionen:

6. November 2009 Testberichte